Aus der Sekundarschule wird die Europaschule Kamp-Lintfort

Das Wetter war dem Anlass entsprechend. Bei strahlendem Sonnenschein wurde am Sonntag aus der Sekundarschule die Europaschule Kamp-Lintfort.
Etwa 300 geladene Gäste feierten in der Aula der Schule an der Sudermannstraße bei einem bunten Programm gut gelaunt die Namensgebung.
Den Auftakt machte – selbstverständlich für Kamp-Lintfort – das Lied „Ein Meer aus Blumen“, das die Bewerbung der Stadt für die Landesgartenschau 2020 unterstützt.
Die Entwicklung der Europaschule Kamp-Lintfort präsentierten einige Schülerinnen und Schüler anschließend in einem gelungenen, witzigen und z.T. selbstironischen Vortrag. Hier wurde bereits sehr deutlich, dass das Konzept der Schule, das auf Toleranz und respektvollem Miteinander basiert, voll und ganz zum Tragen kommt.
Die selbstverständliche Weiterentwicklung von der Sekundar- zur Europaschule wurde dem interessierten Publikum nochmals in dem anschließenden Podiumsgespräch deutlich. Vertreter der Schüler- und Elternschaft, des Kollegiums, der Leitende Regierungsschuldirektor Herr Volkmer als Vertreter der Bezirksregierung Düsseldorf und unser Bürgermeister Prof. Dr. Landscheidt, diskutierten mit der Schulleiterin Frau Barbara Mennekes über die Geschichte und die Zukunft der Schule.
Frau Mennekes betonte dabei, dass man sich die Vielfalt innerhalb der Schülerschaft gerne zu nutze mache. Das Schulmotto „Unsere Vielfalt, unsere Stärke“ sieht sie als Basis für das soziale Miteinander und den kulturellen Austausch.
In der Schule sind schon längst die Vorbereitungen getroffen, um den Schulnamen zu leben. Die Stundenpläne sind bereits abgestimmt, das Sprachenangebot geplant, erste Auslandskontakt in die Türkei, nach Polen und die benachbarten Niederlande geknüpft. „Weiteres wird folgen!“ versprach die Schulleiterin.
Nach diesem interessanten Podiumsgespräch gab es einen weiteren kulturellen Höhepunkt. Der Lehrerchor unter der Leitung von Herrn Dr. Dottermann bereicherte das Programm mit der Europahymne, die auf dem bekannten Stück „Freude schöner Götterfunken“ von Ludwig van Beethoven basiert.
Der Schuldezernent der Stadt Kamp-Lintfort, Herr Dr. Müllmann, ließ es sich im Anschluss nicht nehmen, die Übergabe des Namens in einer feierlichen Zeremonie selbst durchzuführen. Ab diesem Moment darf sich die Sekundarschule Kamp-Lintfort jetzt offiziell „Europaschule Kamp-Lintfort“ nennen. Ein Türschild lässt noch auf sich warten, soll aber bald am Schuleingang angebracht werden.
Den krönenden Programmabschluss gestaltete eine Tanzgruppe von Schülerinnen aus den Jahrgangsstufen 6 bis 8, die unter der Leitung von Frau Zanger-van Dawen in der vorausgegangenen Projektwoche „Wir hier und in Europa“ einen europäischen Tanzmix eingeübt hatten, den sie nun stolz dem begeisterten Publikum vorstellten.

Mit einem geselligen Beisammensein fand der Tag mit vielen interessanten Gesprächen einen gebührenden Abschluss.