Europaschüler zu Gast bei den Literaturtagen in der Mediathek

28 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 9 und 10 der Europaschule nahmen an der Lesung der Schriftstellerin Andrea Badey in der Mediathek in Kamp-Lintfort teil. Dieses freiwillige Angebot richtete sich an Schülerinnen und Schüler mit einem besonderen Interesse an den kulturellen Angeboten, die im Rahmen des „Leseherbstes“ von der Mediathek Kamp-Lintfort organisiert werden.
Andrea Badey absolvierte in Hamburg ihr Schauspielstudium und spielte an verschiedenen Bühnen Theater. Ebenfalls war sie in Berlin als Kabarettistin und Autorin tätig und produzierte mehrere Kabarettprogramme und Theaterstücke. Sie brachte 2017 den Jugendroman „Strom auf der Tapete“ heraus, der mit dem Peter-Härtling-Preis ausgezeichnet wurde. Dank ihrer Kabaretterfahrung bot Andrea Badey ein lebendiges und spaßiges Programm und nahm die Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihrer Hauptfigur Ron Robert auf eine spannende und lustige Reise durch ihren Roman. Witzig, stilsicher und mit Gesangseinlagen gerahmt präsentierte die Autorin Stellen aus ihrem Buch. Im Anschluss gab Andrea Badey den Jugendlichen auch die Möglichkeit, ihr Fragen zu ihrem privaten Leben zu stellen. Besonders interessant fanden die Jugendlichen, wie man einen Roman schreibt und die Figuren entwickelt. Am Schluss gab es noch Autogramme.
Die Jahrgangsstufen 7 und 8 hörten im Rahmen der Autorenlesungen einen Text des Autors Tobias Steinfeld. Er las aus seinem Roman „Scheiße bauen: sehr gut“. Dieser verheißungsvolle Titel lockte mehr als 20 Schülerinnen und Schüler in die Mediathek. Enttäuscht wurden die Zuhörer nicht, denn der Autor verstand es, die Jugendlichen mit seiner witzigen Verwechslungsgeschichte sofort in den Bann zu ziehen und zu begeistern. Der schon für vorherige Geschichten und Theaterstücke ausgezeichnete Autor thematisierte in seiner Lesung die Pubertät, die Inklusion und die Integration. Paul, die Hauptperson, landet nämlich durch eine Verwechslung an einer Förderschule. Am Ende der „Vorlesestunde“ erzählte Herr Steinfeld von seinen Erfahrungen als Jugendbuchautor und erklärte, wie er zu seinen Themen kommt und seine Figuren entwickelt.
Die meisten Schülerinnen und Schüler verließen die Mediathek mit einem persönlichen Autogramm. Insgesamt waren es zwei gelungene Veranstaltungen, die den Schülerinnen und Schülern Lust auf das geschriebene Wort machen werden.