Soziales Lernen

 

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Warum ist soziales Lernen im Schulalltag von Bedeutung?

Unsere Kinder bewegen sich heute in einem veränderten Lebensumfeld, denn traditionelle Familienstrukturen sind aufgebrochen, Werthaltungen, Erziehungsnormen und Arbeitswelten haben sich verändert und es herrscht eine Allgegenwart der Medien.
Gleichzeitig zeigen unsere Schülerinnen und Schüler ein verändertes Lern- und Sozialverhalten.

Soziales Lernen „SoLe“

Daher wird an der Sekundarschule Kamp-Lintfort in allen Klassen das Soziale Lernen (SoLe) als Unterrichtsfach erteilt. Im Mittelpunkt steht hier der Erwerb von Selbst-, Sozial- Konfliktbewältigungskompetenzen:

Selbstkompetenz

  • Selbstwahrnehmung
  • Selbstbewertung, Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
  • Selbstwertschätzung
  • Selbstvertrauen

Sozialkompetenz

  • Soziale Wahrnehmung
  • Soziale Beziehungen
  • Kommunikation
  • Probleme bearbeiten
  • Soziale Verantwortung

Konfliktbewältigung

  • Konfliktwahrnehmung
  • Konfliktbearbeitung
  • Streitkultur

Klassenrat

„Zeit haben, um über Probleme in der Schule zu reden“ ist wohl der erste Gedanke, wenn man an einen Klassenrat denkt. Die Sekundarschule Kamp-Lintfort sieht in der Durchführung des Klassenrats jedoch ein neues Element der Schulentwicklung, das uns die Möglichkeit gibt, den Umgang miteinander, das Lernklima, die Klassenkultur und die Schulkultur zu verändern.

Im Klassenrat werden aktuelle Themen der Schülerinnen und Schüler behandelt, hier ist der Raum, um über Probleme in der Klasse oder zwischen Klasse und Lehrer/innen zu sprechen und gemeinsame Lösungen zu finden. Aber auch die Planung der nächsten Klassenaktivität oder das weitere Vorgehen im Unterricht können thematisiert werden.

Indem der Klassenrat fest in den Unterrichtsstunden des Faches „SoLe“ verankert ist, fühlen sich die Schülerinnen und Schüler mit ihren Gefühlen und Problemen ernst genommen.

Der Ablauf erfolgt nach einer festen Struktur mit definierten Verfahren und Regeln, der im Bereich des Methodenerwerbs viele Chancen bietet. Die Schülerinnen und Schüler können z.B. verschiedene Möglichkeiten demokratischer Entscheidungsfindungsprozesse trainieren und können Verfahren der Kommunikation innerhalb der Gruppe trainieren.

Je nach Aufgabenverteilung im Klassenrat lernt der bzw. die Diskussionsleiter/in in der Gruppe zu moderieren; es müssen Protokolle verfasst werden und es muss auf die Einhaltung der Regeln und des Zeitplanes geachtet werden.

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Teamtraining

„Unsere Vielfalt – unsere Stärke“ ist ein toller Slogan und schnell gesagt, aber  das Motto umzusetzen, ist dann nicht mehr ganz so einfach. Denn wo Vielfalt ist, ist auch viel Toleranz nötig!
In den Teamtrainings führen die Trainer und Trainerinnen die Kinder bewusst in Situationen, die nur in einer gut funktionierenden Gemeinschaft gemeistert werden können.
Die Kinder lernen nicht nur wichtige Regeln kennen, sondern auch sie einzuhalten. Dazu werden sie wohlwollend, aber konsequent von den Trainern und Trainerinnen immer wieder mit Regelverstößen konfrontiert. Die Kinder lernen, wie sie gemeinsam zum Erfolg kommen, aber auch einen möglichen Misserfolg gemeinsam auszuhalten.
Die Trainer und Trainerinnen sind ausgebildete und zertifizierte  Antigewalt- und CoolnesstrainerInnen. Sie vermitteln Werte wie Respekt, Toleranz, Wertschätzung und Fairness gegenüber allen Mitmenschen und auch gegenüber sich selbst!
(Galerie Teamtraining)

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sozialgenial – Schüler engagieren sich

ist die Service Learning-Initiative der genossenschaftlichen WGZ BANK in Trägerschaft der Aktiven Bürgerschaft. Sozialgenial wird vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrheinwestfalen unterstützt.

Mit Service Learning finden junge Menschen zum ehrenamtlichen Engagement, ohne ihre Lebensführung zusätzlich zu belasten, weil es in Schule stattfindet. Im Gegenteil, sie tun ihrer Bildungsgeschichte etwas Gutes, indem sie Demokratie lernen, sensibler für ihre Umwelt werden und ihr wissen vertiefen. Die SchülerInnen entwickeln und führen ihr eigenes Projekt durch.

Hier an der SeKaLi ist die Idee, sich für Hunde und den Stadtteil zu engagieren, aus der Stadtteil-AG im letzten Schuljahr entstanden. Die Kinder haben den Bedarf bei der Erkundung ihrer Stadt entdeckt und wollten handeln. Daraus entstanden ist die sozialgenial-AG!

Gerne können Sie sich auch über das Kooperative Lernen informieren, dass u. a. einen weiteren Beitrag zum sozialen Lernen leistet.

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